Review: Old Man’s Journey – A Stroll down Memory Lane

Die Aussicht darauf, sich die Lebensgeschichte eines alten Mannes anzuhören ist nicht immer die spannendste. Doch genau das wurde mit einem wunderbaren Stimmungsvollen Trailer und Bildern von dem Indie-Studio “Broken Rules” vor einigen Monaten versprochen, und das hat mein Interesse geweckt. Jetzt ist es raus und an der Zeit sich den kleinen Titel mal genauer anzuschauen.

In Old Man’s Journey findet sich ein alter Mann, nachdem er einen offenbar dringlichen Brief erhält, auf einer Reise durch eine malerische Landschaft wieder. Die Stationen seiner Wanderung wecken Erinnerungen in ihm und er lässt entscheidende Momente seines Lebens Revue passieren.

Komplett ohne geschriebene oder gesprochene Worte, begleitet man den Herren auf seiner Tour durch die idyllische Szenerie und seinen in Standbildern inszenierten Werdegang, zum Ziel seines Weges.

 

Artstyle

Die Gemälde-artigen Schauplätze sprechen für sich und sind definitiv Hauptaugenmerk der Erfahrung. Alles wirkt wie aus einem Guss und es wird trotzdem genug Vielfalt geboten. Ob Wiesen, Wasser, Täler oder Dörfer, Es sieht fantastisch aus und lädt ein entdeckt zu werden.

Über Stock und Stein

Neben der Point&Click-artigen Bewegung, gilt es dem alten Herren sprichwörtlich den Weg zu ebnen. Die Landschaft ist in verschiedene Schichten geteilt und es gilt, diese so anzuordnen, dass die Reise fortgesetzt werden kann. Erklärungen oder Tutorial gibt es dabei keine und so muss man sich durch die Szenen oftmals durchprobieren.  Ein sehr simples System, welches keine großen Herausforderungen bietet, aber den Spieler veranlasst sich mit der Umgebung zu beschäftigen und auf Details aufmerksam zu werden. Interaktions-Möglichkeiten abseits vom eigentlichen Gameplay gibt es nämlich genug. Ein großer Teil er Spielwelt reagiert auf Userinput und verleiht der Szenerie extra Charme. Leider ist jedoch nicht immer klar mit welchen Objekten wechsel-gewirkt werden kann.

Ganz schön Mobile

Volles Entfaltungspotential erreicht Old Man’s Journey wohl erst auf Tablet und co. 
Die Minimalistischen Gameplaymechaniken funktionieren zwar plattformunabhängig, fallen auf dem Pc jedoch leichter unangenehm auf und können teilweise den Spielfluss brechen. Außerdem passt das mobile Spielen hervorragend in den Kontext der erzählten Geschichte und verstärkt möglicherweise deren Wirkung. Vor allem im Zug oder im Freien besteht hier Potential für einen persönlichen Nostalgie-Trip.

Fazit

Eine wunderschöne in Bildern und Musik erzählte kleine Geschichte aus dem Leben eines alten Herren. Auf Mobilen Geräten ist Old Man’s Journey meiner Meinung nach die perfekte Entspannungspause für Unterwegs. Für den Kauf am Pc sollte man jedoch eventuell seine Erwartungen anpassen und sich im klaren sein, was für eine Erfahrung geboten wird. Ein kurzer Ausflug und keine tiefgreifende Storyerfahrung, mit dem Charm eines Bilderbuches.

 

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