Dragon’s Dogma: Dark Arisen – Review: Endlich eine PC Version!

Dragon’s Dogma war schon auf der letzten Konsolengeneration ein riesen Erfolg. Nicht nur das es sich mit über 1,3 Millionen verkauften Einheiten sehr gut verkauft hat, es brach auch den Rekord als “fastest-selling new IP”. Nun, ca. 4 Jahre nach dem erstmaligen Release von Dragon’s Dogma, dürfen auch die PC Spieler endlich ran und natürlich haben wir von amazingnerds.de das Spiel auf Herz und Seele getestet.

Dark Hearts

Beginnen tue ich natürlich wie immer mit der Story, welche uns auf eine von Rache geplagte Reise sendet. Ich habe zwar keine Ahnung warum wir (am Anfang zumindest) Rachegelüste gegen den Drachen verspüren, schließlich hat er uns verschont und uns besondere Kräfte gegeben, aber ja, wir dürfen einen Drachen jagen der unser Dorf angegriffen hat. Nebenbei verfällt das Land im Chaos, und Monster und andere Untiere überfallen das Land. Wie zum Beispiel ein ziemlich epischer Kampf gegen eine Hydra oder einen Greifen. Um euch nicht die Story zu nehmen, die meiner Meinung nach ein wenig zu Lange braucht um richtig in fahrt zu kommen, werde ich an der Stelle nur sagen das sie sich lohnt und ich definitiv schon schlechtere RPG Storys mit Drachen erlebt habe.

Lost in Gameplay

Dragon’s Dogma: Dark Arisen ist allerdings nicht nur das klassische Dragon’s Dogma von 2012, sondern die Enhanced Edition des Spiels, welche auch 2013 noch einmal für die PlayStation 3 und Xbox360 erschienen ist. Diese bietet neben der Hauptstory auch noch ein neues Gebiet, nämlich die Bitterblack Island, welche ein wenig an Dark Souls erinnert, und quasi ein endloses High-Level Dungeon mit verfluchten Items ist. Der Fokus liegt nämlich nicht auf der Story, sondern auf dem Kamfsystem und neuen Gegner. So erscheint ab und zu bei Kämpfen einfach der Tod und onehittet eure Charaktere, oder auch eine neue Art von Trollen die sich diesmal auf die männliche Charaktere stürzen sind eine Abwechslung zum alltäglichen Abenteuer auf der großen Dragon’s Dogma Welt. Solltet ihr also Level 50 erreicht haben und euch Stark genug fühlen, empfehle ich euch auf jedenfall dieses Gebiet einmal an zu schauen.

Soviel zum eigentlichen Zusatz Namen: Dark Arisen. Doch kommen wir zurück zum eigentlichen Dragon’s Dogma, welches kein klassisches RPG ist, sondern eher ein Open-World-Action-RPG und darauf basiert mit einer Gruppe von drei NPCs herum zu reisen. Davon könnt ihr euch einen Vasallen selbst erstellen, während ihr die anderen beiden von anderen Spieler ausleiht. Diese kosten Rift-Splitter, welche ihr überall finden könnt, und die Preise hängen von den jeweiligen Leveln der Charaktere und eurem Freundschaftsgrad mit anderen Spielern ab. Also, wenn ihr einen Vasallen von einem anderen Spieler ausleihen wollt, dann könnte euch ein guter Begleiter mehrere tausend Splitter kosten, während euch die Vasallen von Freunden kostenlos begleiten. Alles in allem ist dies die ungefähr das beste Gruppensystem welches ich je in einem Videospiel erleben durfte, denn die Gruppe hilft euch nicht nur im Kampf, sondern gibt euch auch wichtige Hinweise in Quests und lernt wie man Gegner richtig verarbeitet.

Forged in Battle

Die andere überragende Leistung in Dragon’s Dogma ist generell das Kampfsystem, welches präziser und vorallem tiefgründiger ist als in den meisten anderen Open-World-RPGs. Klar, am Anfang kann man sich ein wenig überfordert fühlen, schließlich gibt es eine Menge Fähigkeiten und Knöpfe zu drücken, doch sobald man das System einigermaßen verstanden hat ist es nicht unmöglich ein paar schöne Kombinationen auf den Bildschirm zu zaubern. Leider ist es meistens unmöglich lange einen hohen Standard an Skilltänzen zu halten, da wir gefühlt nach jeder Kombo erschöpft sind.
Nichtsdestotrotz gibt das Ressourcen Management dem Spiel wieder eine größere Schwierigkeit, da wir unsere Stamina Leiste immer im Blick haben müssen, denn Blocken und Ausweichen sind nicht unbedingt Standardfähigkeiten, und eine kurze Verschnaufpause kann zwischen Leben und Tod entscheiden.

Auch die Klassenvielfalt sei hierbei mal hervorgehoben, denn zu Anfang starten wir mit einer Auswahl von drei Klassen; dem Streicher (Bogen und Dolche), dem Magier (Zauber und Stäbe) und dem Soldaten (Schwert und Schild). Diese können wir mit dem Hauptcharakter noch verfeinern, und das bis zu einem Level wo wir Zugriff auf verschiedene Hybrid-Klassen haben, welche dem nach einiger Zeit doch ödewerdenden Gameplay ein wenig Abwechslung bringt. So können wir zum Beispiel als mystischer Ritter Schluss ein großes Schild tragen, welches wir mit Zaubersprüchen aufladen, während wir sonst mit Feuer und Schwert auf die Gegner hernieder regnen. Eine Sache die mich dann aber doch stört ist zwar eine vorhandene Klassenvielfalt, doch erstens spielen sich die Klassen alle gleich und zweitens merkt man keinen Unterschied. Ich weiß, ich habe jetzt quasi zweimal dasselbe gesagt, aber das sollte die Meinung dahinter noch einmal verdeutlichen. Auch die Hybdridisierung hilft nicht unbedingt um diesen Ban zu brechen.

Trotz seines Alters und einiger Erscheinungen eben jener vergangener Jahre, ist Dragon’s Dogma: Dark Arisen kein Greis im Altersheim, denn die Schauplätze des Spiels schreien immer noch nach einer unglaublichen Atmosphäre. So zum Beispiel die Bitterblack Island, welche dem Wort “Dunkelheit” wieder einen schaurigen Touch verleiht. Die Szenerie und Stimmung ist so unwirklich, das es fast schon gruselig schön ist und bietet eine Abwechslung zum eigentlichen Videospieltrott. Die Grafik ist also kein Vergleich zu einem The Witcher 3, schließlich ist Dragon’s Dogma in 2012 erschienen, aber es hat dennoch seinen eigenen Charme, der nicht nur einmal an ein Dark Souls erinnert.

Finale

Ich kann verstehen wieso viele Dragon’s Dogma als ein wenig enttäuschend bezeichnen würden und das liegt nicht nur an der Geschichte die manchmal einige Lücken preisgibt. Es liegt eher am Spiel generell, welches euch ohne Erklärung ins Abenteuer wirft. Wer sich bei Fallout 4 überfordert fühlt, sollte auf jeden Fall zwei mal darüber nachdenken ob er Dragon’s Dogma spielen mag, denn hier werdet ihr noch weniger an die Hand genommen. Trotz dieser Probleme ist Dragon’s Dogma ein Kult-Spiel, welches nicht nur auf der Konsole überzeugt hat, und auch die großen technischen Mängel die das Spiel auf der Konsole hatte, sind auf dem PC passe. Interessant wäre natürlich noch ein echter KoOp-Modus, da Dragon’s Dogma sich für so was perfekt eignen würde, was man nicht zuletzt an der guten Umsetzung der Gruppendynamik merkt.

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